Weitläufiger, heller Museumssaal mit klassischer Architektur und einem modernen, hellen Bodenbelag.

Schwerins Museumsumbau schafft ganzjährig Raum

Von der Exteams-Redaktion | 11. August 2026

3,56 Millionen Euro Landesförderung ermöglichen den nächsten großen Schritt beim Umbau des Freilichtmuseums Mueß. Anstelle des nicht mehr sanierungsfähigen Cafégebäudes soll ein barrierefreies, ganzjährig nutzbares Seminargebäude entstehen. Die Baugenehmigung liegt bereits vor; nach Übergabe des Förderbescheids können die Detailplanung fortgesetzt und die Bauarbeiten begonnen werden.

Das Vorhaben verändert nicht nur ein einzelnes Gebäude. Es ist Teil des zweiten Bauabschnitts, der insgesamt 4,45 Millionen Euro umfasst und auch mehrere Freiflächen neu ordnet. Nach Angaben der Landeshauptstadt Schwerin soll dieser Abschnitt Ende 2027 fertiggestellt sein.

3,56 Millionen Euro machen den Neubau möglich

Wirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank übergab den Förderbescheid am 11. August an Oberbürgermeister Sebastian Ehlers. Die Unterstützung des Landes deckt einen großen Teil des zweiten Bauabschnitts ab, aber nicht dessen gesamtes Volumen. Die Differenz zwischen Förderung und Gesamtbudget beträgt nach den veröffentlichten Zahlen 890.000 Euro; zur weiteren Finanzierung macht die Mitteilung keine näheren Angaben.

Kennzahl Bestätigter Stand
Landesförderung für den Neubau 3,56 Mio. Euro
Volumen des zweiten Bauabschnitts 4,45 Mio. Euro
Förderung für den ersten Bauabschnitt 7,8 Mio. Euro
Geplante Fertigstellung des zweiten Abschnitts Ende 2027

Die 7,8 Millionen Euro für den parallel laufenden ersten Bauabschnitt stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Die Angaben zeigen damit zwei getrennte Bauphasen mit jeweils eigenen Maßnahmen und Fördervolumen. Eine Gesamtsumme für sämtliche Arbeiten am Museumsstandort nennt die Stadt nicht ausdrücklich.

Schwerins Museumsumbau schafft ganzjährig Raum

Fachwerk und Solardachziegel unter einem Dach

Der Neubau folgt dem Grundriss einer historischen Stallanlage. Seine Gestaltung soll die Fachwerkbauweise des Freilichtmuseums Mueß aufnehmen und zugleich moderne Baustoffe einbeziehen. Vorgesehen sind unter anderem Solardachziegel.

Im Inneren entstehen beheizbare und barrierefrei zugängliche Seminarräume. Sanitäreinrichtungen und eine kleine Küchenzeile ergänzen das Angebot. Büroräume sind im Obergeschoss geplant, Lagerflächen im Untergeschoss.

Damit erhält das Museum erstmals Räume, in denen es unabhängig von der Jahreszeit eigene Seminare veranstalten kann. Auch externe Anbieter sollen sie für Bildungs- oder Kulturangebote nutzen können. Der Neubau erweitert den Museumsbetrieb somit über die klassische Ausstellung hinaus, ohne die historische Bauform des Geländes vollständig aufzugeben.

Terrassen verbinden Seminarhaus und Festwiese

Das neue Gebäude soll über eine abgestufte Terrassenanlage an die Festwiese angebunden werden. Diese bildet wiederum die Verbindung zum künftig frei zugänglichen Teil des Geländes. So entstehen zusammenhängende Flächen, die auch für größere Veranstaltungen genutzt werden können.

Schwerins Museumsumbau schafft ganzjährig Raum

Für Besucher bedeutet der Umbau eine stärkere Verzahnung von Museum, Bildungsangeboten und öffentlichem Freiraum. Oberbürgermeister Sebastian Ehlers beschreibt das Freilichtmuseum als einen Ort, an dem Geschichte unmittelbar erfahrbar werde und zugleich Raum für Begegnung und gemeinsames Lernen entstehe.

Hufe V und Seeufer werden parallel umgestaltet

Während der zweite Bauabschnitt vorbereitet wird, laufen bereits Arbeiten im ersten Abschnitt. Er umfasst den Bereich von der Straße „Zum Alten Bauernhof“ bis zum Ufer des Schweriner Sees. Dieser Teil der Anlage soll später ohne Eintritt öffentlich zugänglich sein.

Dort werden mehrere Angebote miteinander verbunden: ein großer Themenspielplatz, der bereits fertiggestellte Schiffsanleger für die Berufsschifffahrt und die derzeit sanierte Hufe V. Die Arbeiten verfolgen damit zwei unterschiedliche Ziele zugleich: Innerhalb des Museums entstehen neue ganzjährige Bildungsräume, während außerhalb ein frei zugänglicher Bereich zwischen Straße und See entwickelt wird.

Einen genauen Termin für den Baubeginn des Seminargebäudes nennt die Mitteilung der Landeshauptstadt Schwerin nicht. Bestätigt sind die vorliegende Baugenehmigung, die nun mögliche Fortsetzung der Planung und Ende 2027 als Ziel für den Abschluss des zweiten Bauabschnitts.

Quelle: State Capital Schwerin Press Releases

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