Eine grüne Zapfpistole beim Tanken in einem weißen Auto an der Tankstelle.

Spritpreise im Herbst: So sparen Autofahrer beim Tanken

Wer im Herbst seine Tankkosten senken will, sollte nicht nur auf den niedrigsten Preis an der Zapfsäule schauen. Entscheidend ist, wie viel eine Tankfüllung kostet, ob die Tankstelle auf der geplanten Strecke liegt und ob der Verbrauch des Autos unnötig hoch ist. Aktuelle Kraftstoffpreise und Auswertungen für Deutschland stellt der ADAC bereit.

Der günstigste Literpreis ist nicht immer die billigste Fahrt

Kraftstoffpreise können sich im Tagesverlauf und zwischen Tankstellen in derselben Region unterscheiden. Ein Preisvergleich lohnt sich deshalb besonders vor längeren Fahrten oder wenn der Tank ohnehin bald leer ist. Für aktuelle Werte sollten Autofahrer die laufenden ADAC-Kraftstoffpreisangaben prüfen.

Der Preisvorteil muss jedoch zur zusätzlichen Strecke passen. Wer für einen vermeintlich günstigen Literpreis mehrere Kilometer Umweg fährt, verbraucht dabei selbst Kraftstoff. Außerdem entstehen Zeitkosten und zusätzlicher Verschleiß.

Auch lesen: Benzin und Diesel sparen: So sinkt der Verbrauch im Alltag

Eine einfache Rechnung hilft:

  • Ersparnis pro Liter: Preis an der eigenen Tankstelle minus Preis an der günstigeren Tankstelle
  • Ersparnis der Tankfüllung: Ersparnis pro Liter mal getankte Liter
  • Kosten des Umwegs: zusätzliche Kilometer mal Verbrauch pro Kilometer mal Kraftstoffpreis
  • Tatsächlicher Vorteil: Ersparnis der Tankfüllung minus Kosten des Umwegs

Beispiel: Kostet eine Tankstelle fünf Cent weniger pro Liter und werden 40 Liter getankt, beträgt die rechnerische Ersparnis zwei Euro. Ein Umweg kann diesen Betrag bereits deutlich verringern. Das Beispiel zeigt nur die Rechenweise und ist keine aktuelle Preisangabe.

Tankfüllung und Kilometerkosten gemeinsam betrachten

Für den Haushaltsvergleich reicht der Literpreis allein nicht aus. Zwei Fahrzeuge können an derselben Tankstelle unterschiedlich hohe Kosten verursachen, weil sie verschieden viel verbrauchen. Die Kosten pro 100 Kilometer lassen sich so berechnen:

Verbrauch pro 100 Kilometer × Preis pro Liter ÷ 100

Spritpreise im Herbst: So sparen Autofahrer beim Tanken

Wer beispielsweise den eigenen Durchschnittsverbrauch aus dem Bordcomputer oder aus mehreren Tankvorgängen kennt, kann verschiedene Kraftstoffpreise direkt vergleichen. Bei einer kleinen Tankfüllung fällt ein Preisunterschied in Euro geringer aus als bei einem fast leeren großen Tank. Trotzdem sollte niemand nur deshalb mehr tanken, als für die nächste Strecke sinnvoll ist.

Reifendruck und Fahrstil beeinflussen die Rechnung

Ein zu niedriger Reifendruck kann den Rollwiderstand erhöhen und damit den Verbrauch steigern. Der vom Fahrzeughersteller vorgegebene Druck sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden, besonders vor einer längeren Herbstfahrt. Maßgeblich sind die Angaben am Fahrzeug oder in der Betriebsanleitung.

Auch der Fahrstil wirkt sich auf die Kilometerkosten aus. Häufiges starkes Beschleunigen, unnötiges Bremsen, hohe Geschwindigkeiten und lange Standzeiten mit laufendem Motor erhöhen den Verbrauch. Gleichmäßiges Fahren, vorausschauendes Bremsen und das Entfernen nicht benötigter Last können die Ausgaben im Alltag begrenzen.

Passt Super E10 zum eigenen Fahrzeug?

Super E10 kann eine mögliche Alternative zu herkömmlichem Superbenzin sein, ist aber nicht für jedes Fahrzeug freigegeben. Autofahrer sollten deshalb die Betriebsanleitung, den Tankdeckel oder die Angaben des Herstellers prüfen. Eine Freigabe ist die Voraussetzung für die Nutzung.

Der niedrigere Literpreis allein entscheidet außerdem nicht über den gesamten Vorteil. Wenn ein Fahrzeug mit E10 und Verbrauch etwas mehr verbraucht, sollte der Preisunterschied zusammen mit dem tatsächlichen Verbrauch betrachtet werden. Für Dieselmodelle ist Super E10 selbstverständlich keine Option.

So wird der Preisvergleich im Herbst praktisch

  1. Vor dem Tanken die aktuellen ADAC-Kraftstoffpreisangaben und regionale Preisunterschiede prüfen.
  2. Nur Tankstellen vergleichen, die ohne großen Umweg erreichbar sind.
  3. Die erwartete Tankmenge mit der Ersparnis pro Liter multiplizieren.
  4. Den zusätzlichen Kraftstoffverbrauch für die Anfahrt abziehen.
  5. Reifendruck, Beladung und Fahrweise vor längeren Strecken kontrollieren.
  6. Bei Benzin prüfen, ob Super E10 für das Fahrzeug freigegeben ist.

Der sinnvollste Zeitpunkt zum Tanken hängt damit nicht nur vom niedrigsten sichtbaren Preis ab. Entscheidend ist, ob die Tankstelle auf dem Weg liegt, wie viele Liter benötigt werden und welche Kosten das eigene Fahrzeug pro Kilometer verursacht. Für die konkrete Entscheidung sollten Autofahrer die aktuellen ADAC-Daten und die Preise in ihrer Region unmittelbar vor dem Tanken vergleichen.

Quelle: ADAC

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