Zwei Geschäftspartner besprechen konzentriert Arbeitsabläufe an einem modernen Laptop im Büro.

Arbeitsbelastung ansprechen: Drei Schritte für ein Gespräch

Von der Exteams-Redaktion | 8. Oktober 2026

Wer sich bei der Arbeit dauerhaft überlastet fühlt, muss nicht warten, bis die Lage unerträglich wird. Der Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober kann ein Anlass sein, ein Gespräch vorzubereiten. Oft reichen drei Schritte für den Anfang: konkrete Beobachtungen sammeln, einen ruhigen Termin vereinbaren und um eine umsetzbare Entlastung bitten.

Beobachtungen sammeln, ohne sich selbst zu diagnostizieren

Notieren Sie vor dem Gespräch zwei oder drei Situationen: Welche Aufgaben kamen hinzu? Wo fehlte Zeit für Pausen oder konzentrierte Arbeit? Welche Folgen hatte das für Ihre Arbeit? Ein Satz wie „In den vergangenen zwei Wochen konnte ich drei Aufgaben nur nach Feierabend abschließen“ gibt Ihrem Gegenüber einen konkreten Ausgangspunkt.

Schlafprobleme, Erschöpfung oder Konzentrationsschwierigkeiten können verschiedene Ursachen haben. Einzelne Anzeichen erlauben keine Diagnose. Im Gespräch am Arbeitsplatz geht es zunächst darum, Belastungen und mögliche Änderungen bei der Arbeit zu benennen. Wie viel Sie über persönliche Beschwerden erzählen möchten, entscheiden Sie selbst.

Einen Termin wählen und eine Änderung vorschlagen

Bitten Sie Ihre Führungskraft um einen kurzen, ungestörten Termin, statt das Thema zwischen zwei Aufgaben anzuschneiden. Sie können vorab sagen: „Ich möchte über meine aktuelle Arbeitsmenge und Prioritäten sprechen. Haben Sie diese Woche 20 Minuten Zeit?“ Wenn die Führungskraft selbst Teil des Problems ist, kann eine andere geeignete Ansprechperson im Betrieb der bessere erste Schritt sein.

Arbeitsbelastung ansprechen: Drei Schritte für ein Gespräch

Beschreiben Sie im Termin Ihre Beobachtung und fragen Sie nach einer konkreten Änderung: „Die beiden Projekte haben dieselbe Frist. Welche Aufgabe hat Vorrang, und was können wir verschieben?“ Möglich sind auch eine geklärte Zuständigkeit, weniger gleichzeitige Aufgaben oder ein fester Zeitpunkt, um die Arbeitsmenge erneut zu prüfen. Halten Sie anschließend für sich fest, was vereinbart wurde und wann Sie darüber wieder sprechen.

Unterstützung außerhalb des Gesprächs finden

Ein Gespräch über Aufgaben ersetzt keine gesundheitliche Beratung. Wenn Beschwerden anhalten oder Ihren Alltag stark beeinträchtigen, kann eine hausärztliche Praxis eine erste Anlaufstelle sein. Je nach Betrieb kommen auch Betriebsarzt oder Betriebsärztin, Betriebsrat, Personalrat oder eine Beschäftigtenvertretung infrage.

Wer zunächst anonym sprechen möchte, findet bei der TelefonSeelsorge Informationen zu ihren Kontaktwegen. Bei akuter Gefahr für Sie oder andere rufen Sie in Deutschland 112. Für den nächsten Schritt genügt zunächst eine kleine Entscheidung: Schreiben Sie eine konkrete Belastung auf und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Quelle: Weltgesundheitsorganisation

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